Ein ganz besonderes Augenmerk sollte man während dem Berghochschwitzen den Wiesen widmen. Unsere Reifenstollen rollen an duftenden und scheinbar unendlich vielfältigen, natürlich erhaltenen Almmähdern vorbei. Küchenschellen, gelbe Annemonen, dunkelgelber Arnika, rosaroter Erika, ganze Berghänge blühenden Almrosen und dunkelrotbraune Brunnellen. Letztere werden im Volksmund „Nosnbliata“ – auf Deutsch Nasenbluter genannt. Die skurrile Namensgebung der Einheimischen wird von der Legende abgeleitet, dass jener der zuviel an der Brunelle riecht Nasenbluten bekommt. Diese Pflanze wird in der Fachliteratur als Schwarzes Kohlröschen bezeichnet. Leicht zu erkennen ist es auch für den Leihen, da es in den mageren Bergwiesen mit seiner intensiv dunkelroten Blütenkuppe auf einem schmalen Schaft über die Almgräser hinausreicht.
Innehalten muss man an dieser Tour an der höchsten Stelle. Auf 2006 Meter an der Bergstation der Kabinenbahn auf Jochtal. Richtung Nordosten öffnet sich der Blick auf das ganze Valser Tal. Am Talschluss lässt sich das Fane Alm Dorf erahnen und im Hintergrund erhebt sich die mächtige Wurmaulspitze bis auf 3022 Meter. Gerade vor uns liegt das Gaisjoch 2641 Meter vor dem Gitschberg 2510
Meter und dahinter sich mächtig bis an den Horizont auftürmend die gesamten Dolomiten.
TOURDATEN
Streckenlänge: 13,4 km
Gesamte Höhenmeter: 762 m
Effektive Fahrtzeit: 2 h
Tourcharakter: mittel
Ausgangspunkt:
Parkplatz vor Infopoint an der Talstationd er Kabinenbahn Jochtal
Einkehrmöglichkeiten:
Anratterhütte, Bergrestaurant, Nockalm, Linder Hütte
Charateristik:
Eine vielfältige Tour für jenen der von allem etwas haben möchte. Schotterstrasse, steile Rampen, Trails und eine anspruchsvolle
Abfahrt. Diese kann durch eine etwas längere Variante umfahren werden.